Die häufigsten Zielgruppen-Fehler und wie du sie vermeidest.
Worum geht’s hier eigentlich?
Hand aufs Herz: Zielgruppe ist eines dieser Wörter, die sofort nach Marketing-Bullshit-Bingo klingen. 🥱
Und trotzdem ist sie der heimliche Gamechanger, wenn du mehr Kunden anziehen, mehr Umsatz machen und endlich nicht mehr das Gefühl haben willst, ständig gegen eine unsichtbare Wand zu verkaufen.
Wahrscheinlich denkst du dir:
„Ich weiß, dass ich eine Zielgruppe brauche … aber irgendwie fühlt sich das eng, kompliziert oder total theoretisch an.“
Good news: Eine Zielgruppe soll dich nicht einschränken, sondern dir das Leben leichter machen. Sie ist kein Käfig – sie ist dein Navi. 🧭
Wenn dein Business ein Auto wäre, dann bestimmt die Zielgruppe, ob du links rum oder rechts rum fährst.
Das ist also wirklich kein Pille Palle.
In diesem Artikel zeige ich dir:
was eine Zielgruppe wirklich ist (Spoiler: nicht nur Alter + Geschlecht)
warum sie absolut entscheidend ist, wenn du neue Kunden bekommen willst oder die strategische Ausrichtung deines Business bestimmst
welche 5 typischen Zielgruppen-Fehler ich immer wieder sehe
und wie du Schritt für Schritt zu einer Zielgruppe kommst, die sich richtig anfühlt – und verkauft
Mit echten Beispielen aus dem Leben. Ohne Marketing-Geschwurbel. Versprochen. ✨
Das Problem: „Ich will niemanden ausschließen“
Einer der größten Denkfehler:
„Wenn ich mich klar positioniere, verliere ich doch potenzielle Kunden.“
Die Realität ist leider genau andersrum.
Wenn du alle ansprechen willst, fühlt sich niemand angesprochen. Deine Website bleibt nett, dein Instagram hübsch, dein Pinterest gut gemeint – aber am Ende bucht niemand.
Und dann kommen die Gedanken:
Bin ich einfach nicht gut genug?
Warum funktioniert das bei anderen?
Wie komme ich an Kunden ran, ohne mich ständig zu verbiegen?
Hier ist die ehrliche Wahrheit, die ich dir als deine Business-Buddy sagen muss:
👉 Es liegt nicht an dir. Es liegt an deiner fehlenden Klarheit.
Und genau hier kommt die Zielgruppe ins Spiel.
Was ist eine Zielgruppe – wirklich?
Wenn du schon mehr von mir gelesen hast, dann ist dir klar “nicht ALLE sind deine Zielgruppe” Aber wie geht es jetzt weiter?
Eine Zielgruppe ist auch nicht:
„Frauen zwischen 30 und 55“ ❌
„Selbständige, die mehr Umsatz machen wollen“ ❌
Eine Zielgruppe ist:
Eine klar definierte Gruppe von Menschen mit ähnlichen Problemen, Wünschen, Lebensrealitäten und Zahlungsbereitschaft.
Sie bestimmt:
wie du sprichst 🗣️
was du anbietest 📦 SUPER WICHTIG
wie du Preise kalkulierst 💰
wo du Kunden findest 📍
und wie leicht (oder schwer) sich Verkaufen anfühlt
Kurz gesagt: Deine Zielgruppe entscheidet, ob dein Business dich trägt – oder auslaugt.
Okey, aber Für wen ist das Thema Zielgruppe jetzt wichtig?
Ganz klar für dich, wenn du:
selbständig bist oder es werden willst
du gut bist in dem was du tust, aber keine wirkliche Strategie dahinter steht
raus bist aus dem Alter “ich habe ewig Zeit mich auszuprobieren”
dein Business smart statt hard aufbauen möchtest (also nicht nur ewig ackern, sondern auch Geld verdienen)
und finanziell auf funktionierendes Marketing angewiesen bist
Zielgruppenarbeit ist kein Luxus. Sie ist die Grundlage dafür, dass du dein Business klar aufbaust und mehr verkaufst.
Immer noch zu abstrakt? Wie ich das konkret meine:
Deine Zielgruppe navigiert dein Business in die eine oder andere Richtung. Denn derselbe Beruf kann – je nach Zielgruppe – ein komplett anderes Businessmodell haben.
Beispiel 1: Die Yogalehrerin 🧘♀️
Szenario A: Yoga für gestresste Managerinnen
Zielgruppe: Frauen 40+, Führungsposition, wenig Zeit, viel Druck
Angebot: 1:1 Sessions, exklusive Kleingruppen, Retreats
Marketing: LinkedIn, hochwertige Website, klare Benefits
Pricing: Premium (weil Problem groß + Zahlungsbereitschaft hoch)
Timing: meist sehr früh morgens oder nach Feierabend
👉 Ergebnis: Wenige Kundinnen, hoher Umsatz, klare Positionierung.
Szenario B: Yoga für junge Mamas
Zielgruppe: Frauen 30–40, wenig Zeit, begrenztes Budget
Angebot: Onlinekurse, flexible Zeiten, kurze Einheiten
Marketing: Instagram, Pinterest, ehrliche Einblicke
Pricing: Niedriger, dafür skalierbar
Timing: flexibel
👉 Ergebnis: Viele Kundinnen, andere Kommunikation, ganz anderes Marketing.
Gleicher Beruf. Komplett anderes Business.
Beispiel 2: Die Fotografin 📸
Szenario A: Hochzeitsfotografin im Premiumsegment
Zielgruppe: Paare mit hohem Budget
Fokus: Emotion, Ästhetik, Exklusivität
Marketing: Instagram, Pinterest, starke Bildsprache
Pricing: Hoch – inklusive Beratung & Erlebnis
Timing: ganze Tage, Termine meist am Wochenende
Szenario B: Businessfotografin für Selbständige
Zielgruppe: Unternehmerinnen, Coaches, Dienstleisterinnen
Fokus: Sichtbarkeit, Personal Brand, Vertrauen
Marketing: Website, Blog, Pinterest, SEO
Pricing: Pakete, klare Ergebnisse
Timing: kurze effiziente Termine, meist morgens
👉 Unterschied: Nicht die Kamera entscheidet – sondern die Zielgruppe.
Du verstehst was ich meine? Deine Zielgruppen navigiert dein Business!
Hast du die erst mal klar, dann sind die nächsten Schritte nur noch logische Konsequenzen.
Die 5 häufigsten Zielgruppen-Fehler ❌
1. „Meine Zielgruppe bin ich selbst“
Kann funktionieren (weil vermutlich gleiche Wellenlänge). Muss aber nicht.
Problematisch wird es, wenn du in deiner Vergangenheit kramst, aber deine Kundinnen heute ganz woanders stehen (Stichwort Technik, KI, Gesellschaftliche Normen).
👉 Besser: Hör zu. Frag nach. Analysiere echtes Verhalten von heute.
2. Zu vage bleiben
„Frauen, die sich selbständig machen wollen“ ist ein Start – aber kein Ziel.
👉 Besser: Wo stehen sie emotional? Was hält sie nachts wach? Wofür würden sie sofort Geld ausgeben? Wie ist ihr Leben? Was hält sie ab? Wie stehen sie finanziell da?
3. Angst vor Klarheit
Klartext fühlt sich mutig an. Und genau deshalb wirkt er. Du willst lieber mit Frauen arbeiten als mit Männern? Eher 55+ als ganz junge Hühner? Lieber sachlich als esoterisch?
Dann mache genau das klar; durch Sprache, Bilder und wie du dich selbst gibst.
👉 Besser: Lieber 10 Menschen tief erreichen als 1.000 oberflächlich.
Du willst schließlich nicht, dass dich ständig Leute kontaktieren, bei denen du dir gleich denkst “Das wird eh nichts”. Das kostet dich nur Zeit und bringt kein Geld.
4. Zahlungsbereitschaft ignorieren
Leidenschaft ist schön. Rechnungen leider auch.
👉 Besser: Frag dich ehrlich: Kann und will diese Zielgruppe investieren?
Du willst Geld verdienen und das ist absolut okay, auch du bekommst deine Milch im Supermarkt nicht zum Discount.
Also entweder du verdienst mit deiner Zielgruppe genug - oder du überlegst dir wie du dein Business-Modell skalieren kannst. (Siehe Yoga-Lehrerein, 1:1 Session versus Online-Classes)
5. Marketing und Zielgruppe passen nicht zusammen
Pinterest für alles? Instagram für alle? Tik Tok macht jetzt jeder? Nope.
👉 Besser: Wähle Kanäle, die zu deiner Zielgruppe und zu deinem Leben passen.
Und… fokussiere dich zunächst auf einen Kanal den du beständig (mindestens 6 Monate regelmäßig) durchziehst. Kanal-Hopping bringt nur Frust statt Kunden.
Was solltest du stattdessen tun? ✅
Entscheide dich bewusst für eine Kernzielgruppe
Erlaube dir, später zu wachsen
Entwickle Angebote für reale Probleme
Sprich klar, menschlich und ohne Marketingsprech
Wenn du merkst, dass dir noch die Klarheit fehlt: Lies unbedingt auch meinen Artikel
👉 „So findest du deine Nische – ohne dich zu verzetteln“
Schritt für Schritt zu deiner passenden Zielgruppe 🪜
Wen möchtest du wirklich begleiten?
Welches Problem kannst du konkret lösen?
Wo hält sich diese Person auf? Lebensumstände, Emotional…
Wofür würde sie Geld ausgeben? Und wie viel?
Wie möchtest du arbeiten? Zeitmanagement, Prozesse?
Falls du immer noch Bammel hast, deine Zielgruppe zu eng zu wählen (glaube mir, das wird ganz sicher nicht der Fall sein). Dann sein beruhigt: Zielgruppenarbeit ist kein einmaliger Akt. Sie darf sich entwickeln – genau wie du.
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